Aufgaben für Donnerstag, 4.7., PPL 9

Hallo liebe SchülerInnen,

heute sollt ihr euch mit den verschiedenen Weltreligionen beschäftigen und etwas über die Grundsätze des Islam, Hinduismus und Buddhismus erfahren.

  • Überlegt euch dazu zunächst, welche konkreten Fragen ihr zu den Religionen habt. Notiert zwei oder drei.  Nehmt euch dafür genügend Zeit. Eine gute Frage ist schon mehr als die halbe Miete.
  • Schaut euch dann bitte die folgenden (Schüler-)Blogs an und lest die Artikel durch.

bilderhinduismus.wordpress.com
ppl9islam.wordpress.com
buddhismusheute.myblog.de
derelefantblog.wordpress.com

  • Welche eurer Fragen wurden beantwortet? Wie lautet die Antwort?
  • Recherchiert zu den Fragen, die nicht beantwortet wurden selber im Internet.
  • Schreibt ein Kommentar bei dem entsprechenden Blog und schickt gegebenenfalls einen Link einer guten Internetseite mit.

Viele Grüße,

GD

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Aufgabe Donnerstag, 2. Mai 2013, PPL 9

Liebe SchülerInnen,

heute soll die Einheit über Erkenntnistheorie zum Abschluss gebracht werden.

1. Dazu bitte ich euch, noch einmal die verschiedenen Aspekte, die wir angesprochen und bearbeitet haben, anzuschauen und zu durchdenken.

  • Wie erkennt man etwas, wie wissen wir, dass etwas wahr ist?
  • Welche Theorien/Vergleiche/Bilder/Beschreibungen über die Wahrheit und Wahrheitsfindung gibt es?
  • Welchen Wert hat die Wahrheit überhaupt für uns?

Notiert euch dazu einige Stichworte.

 

2. Recherchiert im Internet noch weiter zu den Themen „Erkenntnistheorie“, „Wahrheit“, „Wirklichkeit“.

  • Verwendet wikipedia, youtube, … alle möglichen Philosophieseiten um euch ein abschließendes Bild über unser Thema zu machen.
  • Vermeidet Foren und Chats, da kann man nicht unterscheiden, wer Ahnung hat und wer nur labert.
  • Sucht z.B. nach weiteren Theorien über die Wirklichkeit, nach Paradoxa, interessanten Bildern und netten Geschichten.

 

3. Postet dann eure neuen Erkenntnisse in eurem Blog. Der Artikel sollte auch eine Zusammenfassung darüber beinhalten, was ihr jetzt alles über Erkenntnistheorie wisst (die in Aufgabe 1 erstellten Stichworte einbauen!).

 

Hinweis: Achtet auf eine gute Zeiteinteilung: etwa 7 min für die Reflexion (Aufg.1), 30-40 min Recherche (Aufg. 2), 15-20 min Artikel schreiben (Aufg. 3) und dann die anderen Blogs lesen und  kommentieren.

 

Gutes Gelingen,

Gruß

M. Grundmann

 

Aufgaben für Donnerstag, 25.04.2013, PPL 9

Liebe SchülerInnen,

Wir haben inzwischen schon in einigen Facetten über Wahrheit nachgedacht. Heute möchte ich, dass ihr euch eingehender die Frage stellt, ob ihr selber die Wahrheit/Wirklichkeit wissen/kennen wollt.

Schaut euch dazu den kurzen Filmausschnitt aus Matrix auf Youtube an. (Kennt ihr den Film Matrix, wisst ihr worum es darin geht? Falls nicht, informiert euch kurz darüber.)

http://www.youtube.com/watch?v=OuJ87X9YX3c

 

Aufgabe 1:

Frage: „Würdest DU die rote oder die blaue Pille nehmen, also die Wahrheit wissen wollen oder die Scheinwelt bevorzugen?“

Beantwortet diese Frage mit einer sokratischen Selbstbefragung (mind. 15 Fragen und 15 Antworten)!

(Methode unbekannt? Kramt noch mal in euren Aufzeichnungen bzw. in früheren Artikeln.)

 

Aufgabe 2:

Schreibe eine Geschichte in der deutlich wird, wie schwierig die Entscheidung zur Wirklichkeit sein kann und nimm darin Stellung zu folgendem Zitat von Nietzsche:

„Wahrheiten sind Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind“

 

 

Und dann – das Kommentieren nicht vergessen!

 

Viele Grüße,

GD

Aufgaben für Donnerstag, 18.4., PPL 9

Schau dir das Bild von Rene Magritte (s. auch Folie) an und beschreibe es in deinem Blog so ausführlich, dass man es sich gut vorstellen kann, ohne das Bild gesehen zu haben.

Schreibe zu mind. 3 Fragezeichen (s. Bild auf der Folie) eine passende Frage auf und beantworte sie.

Verfasse dann eine Artikel, in dem du das folgende Zitat (s. u. und auch Folie) mit dem Bild in Verbindung bringst und auch deine Meinung dazu sagst.

Kommentiere anschließend die Artikel zweier deiner Mitschüler.

 

Bild: La Condition humaine, Rene Magritte, 1933

https://i0.wp.com/internat.martinique.free.fr/images/la_condition_humaine-magritte.jpg

 

Zitat:

Und so sehen wir die Welt: Wir sehen sie als etwas außerhalb von uns Befindliches, obwohl sie nur eine geistige Darstellung dessen ist, was wir in uns erleben.

Rene Magritte

Aufgaben für PPL 9 am Donnerstag, 11.4.13 (erster Teil der Doppelstunde)

Lies zunächst die folgende Geschichte durch, bearbeite dann die gestellten Aufgaben in deinem Blog.

Die Irrfahrt der Erkenntnis

Ein Kapitän, der in dunkler, stürmischer Nacht eine Meeresenge durchsteuern muss, deren Beschaffenheit er nicht kennt, für die keine Seekarte besteht und die keine Leuchtfeuer oder andere Navigationshilfen besitzt, wird entweder scheitern oder jenseits der Meeresenge wohlbehalten das sichere, offene Meer wiedergewinnen. Läuft er auf die Klippen auf und verliert Schiff und Leben, so beweist sein Scheitern, dass der von ihm gewählte Kurs nicht der richtige Kurs durch die Enge war. Er hat sozusagen erfahren, wie die Durchfahrt nicht ist. Kommt er dagegen heil durch die Enge, so beweist dies nur, dass sein Kurs im buchstäblichen Sinne nirgends anstieß. Darüber hinaus aber lehrt ihn sein Erfolg nichts über die wahre Beschaffenheit der Meeresenge; nichts darüber, wie sicher oder wie nahe an der Katastrophe er in jedem Augenblick war: Er passierte die Enge wie ein Blinder.

Sein Kurs passt in die ihm unbekannten Gegebenheiten; er stimmt deswegen aber nicht, wenn mit stimmen gemeint ist, dass der gesteuerte Kurs der wirklichen Natur der Enge entspricht. Man kann sich leicht vorstellen, dass die wahre Beschaffenheit der Meeresenge vielleicht wesentlich kürzere, sicherere Durchfahrten ermöglicht.

nach Paul Watzlawik

Übertrage die Geschichte auf jemanden, der nach der wirklichen Welt, nach der Wahrheit sucht. Was bedeutet die Geschichte dann für unsere Wirklichkeit? Schreibe dazu einen Artikel in deinen Blog (mind. 10 Sätze).

Wähle aus den Blogs der anderen Schüler zwei aus, kommentiere deren Artikel, warte auf eine Antwort und schreibe du wiederum einen Antwortkommentar und warte wieder auf Antwort und schreibe selber etwas usw., so dass unter den Kommentatoren eine Diskussion entsteht. Beachte gleichzeitig auch die Kommentare, die du zu deinem Artikel erhälst.

Um eine Diskussion anzuregen kannst du z.B. folgende Fragen thematisieren: 

  • Hat Watzlawik recht?
  • Was bedeutet es DIR zu wissen, was war ist?
  • Welche Konsequenz hat Watzlawiks Verständnis von Wirklichkeit für das tägliche Leben/die Wissenschaft/die Schule/die Philosophie?
  • Versuche DEINE Vorstellung von Wahrheit und Wirklichkeit in einem Bild/einer Metapher zu beschreiben, wie Watzlawik es getan hat.

Aufgaben für heute:

1) Lies den folgenden Text „Träume eines Flachländers“ durch.

2) Versuche dir die Begegnung des Flachländers (des Quadrats) mit der Kugel (Raumländer) durch Zeichnungen vorzustellen.

3) Schreibe in deinem Blog eine Zusammenfassung des Gedankenexperiments und beantworte folgenden Fragen:

  • Was kann man aus dem Gedankenexperiment zur Erkennbarkeit der Wirklichkeit lernen?
  • Ist es gewiss, dass das Universum aus drei Dimenstionen besteht?
  • Stell dir vor, dass letzte Nacht, als alle Menschen schliefen, im Universum alles doppelt so groß geworden ist. Könntest du das überhaupt feststellen?

4) Lies die Posts der anderen und schreibe mindestens 3 Kommentare dazu.

 

Träume eines Flachländers

Flachland ist die Erzählung eines Bewohners einer zweidimensionalen Welt; also einer Wirklichkeit, die nur Länge und Breite, aber keine Höhe kennt; eine Welt, die flach wie ein Bogen Papier und von Linien, Dreiecken, Quadraten, Kreisen usw. bevölkert ist. Diese können sich frei auf, oder besser gesagt, in dieser Oberfläche bewegen, doch sind sie wie Schatten unfähig, sich über sie zu erheben oder unter sie abzusinken. Es braucht nicht betont zu werden, daß sie sich dieser Beschränkung unbewußt sind, denn die Idee einer dritten Dimension, der Höhe, ist für sie unvorstellbar.

Der Erzähler dieser Geschichte hat ein ihn völlig überwältigendes Erlebnis, dem ein sonderbarer Traum vorausgeht. In seinem Träume findet er sich plötzlich in einer eindimensionalen Welt, deren Bewohner entweder Striche oder Punkte sind, die sich alle auf ein und derselben Linie vor- oder rückwärts bewegen. Diesen Strich nennen sie ihre Welt, und für die Bewohner von Strichland ist die Idee, sich auch nach rechts oder links, statt nur nach vorne oder rückwärts zu bewegen, vollkommen unvorstellbar. Vergeblich versucht unser Träumer also, dem längsten Strich in Strichland (ihrem Monarchen) die Wirklichkeit von Flachland verständlich zu machen.

Im Laufe des Abends vernimmt das Quadrat (der Flachländer) plötzlich eine fremde Stimme. Es ist die Stimme eines sonderbaren Besuchers, der aus Raumland gekommen zu sein behauptet – einer unvorstellbaren Welt, in der die Dinge drei Dimensionen haben. Und ähnlich wie das Quadrat selbst sich in seinem Traume bemüht hatte, versucht nun der Besucher, ihm die Augen dafür zu öffnen, wie eine dreidimensionale Wirklichkeit beschaffen und wie beschränkt Flachland im Vergleich zu ihr ist. Und genauso, wie das Quadrat selbst sich dem König von Strichland als Linie von Linien, definiert sich der Besucher als Kreis von Kreisen, der in seinem Heimatland eine Kugel genannt wird. Dies aber kann das Quadrat natürlich nicht fassen, denn es sieht seinen Besucher als Kreis – allerdings als einen Kreis mit sehr befremdlichen, unerklärlichen Eigenschaften: Er wächst und nimmt wieder ab, schrumpft gelegentlich zu einem Punkt oder verschwindet völlig. Mit großer Geduld erklärt ihm die Kugel, daß an all dem nichts Merkwürdiges ist: Sie ist eine unendliche Zahl von Kreisen, deren Durchmesser von einem Punkt bis zu dreizehn Zoll steigt und die aufeinandergelegt sind. Wenn sie sich also durch die zweidimensionale Wirklichkeit von Flachland bewegt, ist sie für einen Flachländer zunächst unsichtbar, erscheint dann als Punkt, sobald sie die Fläche von Flachland berührt, wird dann zu einem Kreis mit stetig wachsendem Durchmesser, bis ihr Durchmesser wieder abzunehmen beginnt und sie schließlich ganz verschwindet. Dies erkläre auch die überraschende Tatsache, daß die Kugel das Haus des Quadrats trotz des verschlossenen Türen betreten konnte.

Von diesem mystischen Augenblicke an nehmen die Ereignisse einen tragikomischen Verlauf. Trunken durch das überwältigende Erlebnis des Eintretens in eine völlig neue Wirklichkeit, möchte das Quadrat nun die Geheimnisse immer höherer Welten erforschen, der Reiche von vier, fünf und sechs Dimensionen. „Ein solches Land gibt es nicht. Die bloße Idee ist völlig undenkbar.“ Da das Quadrat aber nicht aufhören will, darauf zu bestehen, schleudert es die erzürnte Kugel schließlich in die Enge von Flachland zurück.

nach Paul Watzlawick

Ein Witz

Ein Mann fürchtet, seine Frau würde ihr Gehör verlieren, und so fragt er den Arzt um Rat. Der Arzt schlägt ihm vor, mit ihr zu Hause einen einfachen Test durchzuführen: Der Mann soll sich hinter sie stellen und ihr eine Frage stellen, zuerst aus sechs Metern Entfernung, dann aus drei Metern und schließlich direkt hinter ihr stehend.

Der Mann geht nach Hause, und als er seine Frau mit dem Rücken zur Tür am Herd stehen sieht, fragt er in normaler Lautstärke: „Liebling, was gibt es heute zum Abendessen?“

Keine Antwort

Drei Meter hinter ihr wiederholt er seine Frage: „Liebling, was gibt es heute zum Abendessen?“

Wieder keine Antwort.

Schließlich steht er direkt hinter ihr. „Liebling, was gibt es heut zum Abendessen?“

Da dreht die Frau sich um und sagt: „Schatz, zum dritten Mal – es gibt Huhn!“

 

 

  • Was hat der Witz mit Erkenntnistheorie zu tun?